Dienstag, 22. September 2026

DTM Eibenstock

Der Sachsen Cup macht bei seiner vorletzten Station in Eibenstock Halt.

Auch wenn die Temperaturen diesmal deutlich tiefer lagen als noch im vergangenen Jahr, lockte der 31. Drei-Talsperren-Marathon bei frühherbstlichem Sonnenschein erneut zahlreiche Sportler nach Eibenstock.

Auch Mathilda Nagel, die ich bereits im vergangenen Jahr auf dieser Strecke begleiten durfte, war gemeinsam mit Papa Lars wieder am Start. Dieses Mal konnten wir beide uns schön weit vorn im Feld platzieren.

Unser Start über die 30-Kilometer-MTB-Strecke erfolgte planmäßig um 12:45 Uhr. Gleich zu Beginn ging es über eine Hauptstraße auf die große B 283. Hier wurde das Feld ordentlich beschleunigt – über 60 km/h standen plötzlich auf dem Tacho. Da stellt sich schon ein kleines mulmiges Gefühl ein.

Doch bei Kilometer vier war es dann schlagartig vorbei mit dem hohen Tempo. Fast bis auf null mussten wir abbremsen, weil offenbar jemand ein Tor nicht richtig fixiert hatte und ein Torflügel plötzlich die Hälfte der Strecke versperrte.

Egal. Kurz schütteln, weiterfahren. Mathilda war jetzt schon weit weit weg.

Die schöne Zeit im großen Feld war damit vorbei. Ab sofort hieß die Devise: allein über die Strecke kämpfen.

Lange konnte ich darüber allerdings nicht nachdenken, denn schon bald gesellten sich zwei Gravelbiker zu mir. Diese Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen und hängte mich an die beiden.

Komischerweise konnten sie sich aber nicht von mir absetzen. Im Gegenteil: Gerade in den Abfahrten war ich es, der wieder ordentlich Tempo machte und die Führung übernahm.

Und so sammelten wir zu dritt Kilometer für Kilometer – Luca Bauer, Danny Richter und ich.

Dabei vergeht die Zeit erstaunlich schnell. Irgendwann taucht plötzlich das Schild auf: Noch 4 Kilometer!

Jetzt hieß es noch einmal alles aus dem Wattmesser herauszuholen. Druck auf die Pedale und schauen, was noch geht.

Tatsächlich gelang es mir, mich von meinen beiden Begleitern zu lösen. Die letzten Kilometer wurden zum kleinen persönlichen Endspurt.

Kurz vor der Einfahrt ins Stadion musste ich allerdings noch einmal Rücksicht auf einen Biker vor mir nehmen. Genau diese kleine Verzögerung nutzte Luca eiskalt aus und schlüpfte mit seinem Gravelbike an uns vorbei.

Alles halb so wild.

Denn Luca ist U19-Fahrer – und gerade einmal eine Sekunde nach ihm überquerte ich die Ziellinie mit einer Zeit von 1:11:17 Std.

Was für ein Finale!

Im Start-Ziel-Bereich entdeckte ich anschließend wieder die beiden Frauen, die mir bereits am Start aufgefallen waren. Auf ihren Trikots standen ihre Namen und der Schriftzug Rothai.

Melanie links und Timea rechts und wir alle belegten den 2. Platz in unseren AK

Und natürlich war damit auch die nächste Geschichte schon wieder geboren …

 

Übrigens: Mathilda und ihr Papa hatten die Ziellinie schon 4:40 vor mir überfahren. Respekt!!!