O-SEE Cross-Triathlon – Wenn die Brille baden geht und die Beine streiken
Am 15. August verwandelte sich der Olbersdorfer See im Zittauer Gebirge wieder einmal ins Mekka der Cross-Triathlon-Fans. Wettkämpfe auf höchstem Niveau – und mittendrin Mario, der sich auf der Reducet-Strecke seit einigen Jahren besonders wohlfühlt.
0,75 Kilometer Schwimmen, anschließend 26 Kilometer Mountainbike mit rund 550 Höhenmetern und zum krönenden Abschluss 5,5 Kilometer Laufen über die Erdpyramide. Klingt eigentlich ganz entspannt. Zumindest auf dem Papier.
Mit dabei übrigens auch Manuel Schiller, der sich auf der Classic Strecke eingeschrieben hatte. Für ihn lag die Messlatte natürlich etwas höher. Hier sollten 1,1 Km geschwommen werden, 30 Kilometer auf dem MTB absolviert werden um anschließend 11 Km zu laufen.
In diesem Jahr hatte Petrus offenbar beschlossen, den Athleten zusätzlich eine kleine Grillparty zu spendieren. Die Sonne brannte vom Himmel und kannte keinerlei Gnade.
Eine Stunde vor dem Start mussten alle Teilnehmer den Wechselgarten verlassen. Die wenigen Schattenplätze waren natürlich schneller vergeben als die besten Plätze im Biergarten. Also hieß es: ab in die Sonne und schwitzen – Warm-up erledigt!
Dann kam der erste Schreck für Mario
Zehn Minuten vor dem Schwimmstart: Badekappe auf, Schwimmbrille bereit – und plötzlich machte es knack.
Der Steg meiner Brille zerbrach und ich hielt auf einmal zwei Einzelteile in der Hand.
Noch acht Minuten bis zum Start. Perfekter Zeitpunkt für eine kleine Panikattacke.
Doch Andreas von den Helfern am Schwimmstart ließ mich nicht im Stich und organisierte kurzerhand Ersatz. Noch schnell die neue Brille aufgesetzt und ab ins Wasser. Mission „Nicht ohne Brille schwimmen“ erfolgreich abgeschlossen.
Wechseln wie die Feuerwehr
Zurück am MTB musste es dann schnell gehen. Sehr schnell.
Mit einer Wechselzeit von gerade einmal 50 Sekunden verließ ich den Wechselgarten – viertbeste Wechselzeit des Tages.
Da war ich offensichtlich noch frisch genug, um mich zu beeilen.
Die 26 Kilometer durchs Zittauer Gebirge verliefen eigentlich recht harmlos. Allerdings hatte die anhaltende Trockenheit die Strecke in eine ziemlich staubige Angelegenheit verwandelt. Wer hinter mir fuhr, konnte sich vermutlich den Sonnenschutz sparen – der Staub übernahm das.
An der letzten Verpflegungsstelle passierte mir dann allerdings ein kleiner taktischer Fehler: Ich verpasste es, mir eine neue Trinkflasche zu schnappen.
Keine gute Idee bei diesen Temperaturen.
Und dann kam der Lauf …
Wasserstellen gab es zum Glück reichlich. Mein Körper hatte allerdings inzwischen einen anderen Plan.
Die zahlreichen Anstiege wurden plötzlich deutlich höher als sie auf der Streckenkarte ausgesehen hatten.
Aber irgendwie ging es weiter. Schritt für Schritt, Meter für Meter – bis schließlich die O-SEE-Glocke in Sicht kam.
Nach 2:25:01 Stunden war es geschafft!
Platz 53 Gesamt und – was besonders zählt – Platz 1 in der AK 65!
Fazit: Brille kaputt, Trinkflasche vergessen, Sonne ohne Erbarmen und die Beine irgendwann im Streik – aber am Ende trotzdem ganz oben auf dem Altersklassen-Treppchen.
Man könnte also sagen:
Perfekter Tag! Und die Brille? Die hat eben einfach schon nach dem Schwimmen Feierabend gemacht.
Für Manuel stoppte die Uhr im Ziel bei 3:20:05 Stunden was Platz 19 bedeutete und in der AK der 7. Platz.
Mit Sicherheit ist dieses Ergebnis deutlich höher zu bewerten, da Manuel der Grillparty etwas länger ausgesetzt war.
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