Montag, 17. August 2026

26. XTERRA O- SEE Challenge

O-SEE Cross-Triathlon – Wenn die Brille baden geht und die Beine streiken

Am 15. August verwandelte sich der Olbersdorfer See im Zittauer Gebirge wieder einmal ins Mekka der Cross-Triathlon-Fans. Wettkämpfe auf höchstem Niveau – und mittendrin Mario, der sich auf der Reducet-Strecke seit einigen Jahren besonders wohlfühlt.

0,75 Kilometer Schwimmen, anschließend 26 Kilometer Mountainbike mit rund 550 Höhenmetern und zum krönenden Abschluss 5,5 Kilometer Laufen über die Erdpyramide. Klingt eigentlich ganz entspannt. Zumindest auf dem Papier. 

Mit dabei übrigens auch Manuel Schiller, der sich auf der Classic Strecke eingeschrieben hatte. Für ihn lag die Messlatte natürlich etwas höher. Hier sollten 1,1 Km geschwommen werden, 30 Kilometer auf dem MTB absolviert werden um anschließend 11 Km zu laufen.

In diesem Jahr hatte Petrus offenbar beschlossen, den Athleten zusätzlich eine kleine Grillparty zu spendieren. Die Sonne brannte vom Himmel und kannte keinerlei Gnade.

Eine Stunde vor dem Start mussten alle Teilnehmer den Wechselgarten verlassen. Die wenigen Schattenplätze waren natürlich schneller vergeben als die besten Plätze im Biergarten. Also hieß es: ab in die Sonne und schwitzen – Warm-up erledigt! 

Dann kam der erste Schreck für Mario

Zehn Minuten vor dem Schwimmstart: Badekappe auf, Schwimmbrille bereit – und plötzlich machte es knack.

Der Steg meiner Brille zerbrach und ich hielt auf einmal zwei Einzelteile in der Hand. 

Noch acht Minuten bis zum Start. Perfekter Zeitpunkt für eine kleine Panikattacke.

Doch Andreas von den Helfern am Schwimmstart ließ mich nicht im Stich und organisierte kurzerhand Ersatz. Noch schnell die neue Brille aufgesetzt und ab ins Wasser. Mission „Nicht ohne Brille schwimmen“ erfolgreich abgeschlossen. 

Wechseln wie die Feuerwehr 

Zurück am MTB musste es dann schnell gehen. Sehr schnell.

Mit einer Wechselzeit von gerade einmal 50 Sekunden verließ ich den Wechselgarten – viertbeste Wechselzeit des Tages.

Da war ich offensichtlich noch frisch genug, um mich zu beeilen. 

Die 26 Kilometer durchs Zittauer Gebirge verliefen eigentlich recht harmlos. Allerdings hatte die anhaltende Trockenheit die Strecke in eine ziemlich staubige Angelegenheit verwandelt. Wer hinter mir fuhr, konnte sich vermutlich den Sonnenschutz sparen – der Staub übernahm das. 

An der letzten Verpflegungsstelle passierte mir dann allerdings ein kleiner taktischer Fehler: Ich verpasste es, mir eine neue Trinkflasche zu schnappen.

Keine gute Idee bei diesen Temperaturen.

Und dann kam der Lauf … 

Wasserstellen gab es zum Glück reichlich. Mein Körper hatte allerdings inzwischen einen anderen Plan.

Die zahlreichen Anstiege wurden plötzlich deutlich höher als sie auf der Streckenkarte ausgesehen hatten. 

Aber irgendwie ging es weiter. Schritt für Schritt, Meter für Meter – bis schließlich die O-SEE-Glocke in Sicht kam.

Nach 2:25:01 Stunden war es geschafft!

Platz 53 Gesamt und – was besonders zählt – Platz 1 in der AK 65! 

Fazit: Brille kaputt, Trinkflasche vergessen, Sonne ohne Erbarmen und die Beine irgendwann im Streik – aber am Ende trotzdem ganz oben auf dem Altersklassen-Treppchen.

Man könnte also sagen:

Perfekter Tag! Und die Brille? Die hat eben einfach schon nach dem Schwimmen Feierabend gemacht.

Für Manuel stoppte die Uhr im Ziel bei 3:20:05 Stunden was Platz 19 bedeutete und in der AK der 7. Platz.

Mit Sicherheit ist dieses Ergebnis deutlich höher zu bewerten, da Manuel der Grillparty etwas länger ausgesetzt war. 



Montag, 3. August 2026

EBM 100 Erzgebirgs-Bike-Marathon

Zwei Männer, zwei Räder und jede Menge Erzgebirge

Der SCOTT Erzgebirgs-Bike-Marathon – der älteste Mountainbike-Marathon Deutschlands. Zum mittlerweile 34. Mal trafen sich hier Menschen, die offenbar der Meinung sind, dass ein gemütlicher Sonntag auf der Couch völlig überbewertet wird.

Austragungsort ist ein beschauliches Dörfchen mit rund 2.000 Einwohnern, weltbekannt für seine Volkskunsttradition und idyllisch gelegen im Erzgebirge, ungefähr eine Autostunde von Chemnitz und Dresden entfernt – direkt an der Grenze zu Tschechien. Eine wunderschöne Gegend also. Perfekt, um sich freiwillig 40 oder 70 Kilometer über Stock und Stein zu quälen.

Auch aus unserem Team fanden sich wieder zwei besonders mutige – oder leichtsinnige – Starter auf der Teilnehmerliste: Kohle und Andre.

Beide wussten ziemlich genau, was auf sie zukommt. Schließlich hatten sie bereits unter anderen Bedingungen an gleicher Stelle Bekanntschaft mit den Bergen gemacht. 

Am Tag vor dem Rennen hatte Petrus noch ordentlich den Wasserhahn aufgedreht. Zum Glück hielt sich der Regen anschließend zurück, sodass die Strecke erstaunlich gut abgetrocknet war. Nur an wenigen Stellen war der Boden noch aufgeweicht. Also perfekte Bedingungen – zumindest für diejenigen, die Matsch mögen, gerne putzen oder einfach grundsätzlich keine sauberen Fahrräder besitzen.

Kohle hatte sich für die große 70-Kilometer-Runde entschieden. Offenbar war ihm die normale Wochenendbeschäftigung zu langweilig. Nach 4:18:02 Stunden erreichte er das Ziel und belegte damit einen respektablen 97. Platz im Gesamtklassement. In seiner Altersklasse reichte es sogar für einen starken 14. Platz.

70 Kilometer Erzgebirge – da kann man schon mal stolz sein. Oder zumindest froh, dass das Fahrrad noch alle Teile besitzt.

 

Andre ging es etwas gemütlicher an – zumindest auf dem Papier. Er startete über den „kleinen Kanten“ mit 40 Kilometern. Nach 2:15:54 Stunden war auch für ihn die Bergprüfung beendet. Im Gesamtklassement landete er auf Platz 101, in seiner Altersklasse auf einem guten 18. Platz.

Damit haben beide eindrucksvoll bewiesen: Man muss nicht unbedingt den längsten Kanten fahren, um sich hinterher zu fragen, warum man sich das eigentlich angetan hat.

Am Ende zählen aber nicht nur Platzierungen und Zeiten, sondern vor allem der Spaß, die Herausforderung und die Tatsache, dass beide wieder heil im Ziel angekommen sind.

Und so bleibt eigentlich nur festzuhalten: Zwei Starter, zwei Strecken, jede Menge Höhenmeter – und hoffentlich beim nächsten Mal wieder genauso viel Motivation, sich freiwillig den Erzgebirgs-Bergen auszusetzen.