Donnerstag, 27. August 2026

Oberlausitzer Kammtour

 

Und wieder nasse Sättel

Nach drei Jahren Abstinenz ist es endlich so weit: Wir schaffen es tatsächlich, einen gemeinsamen Termin zu finden! Ein kleines Wunder, das eigentlich schon als erste sportliche Leistung des Tages gewertet werden könnte. 

Treffpunkt ist der Ausgangspunkt in Irgersdorf. Alles ist vorbereitet, die Räder stehen bereit – nur einer hat offensichtlich etwas gegen unsere Tour: der Wettergott.

Pünktlich zum Start um 8:30 Uhr öffnet der Himmel sämtliche Schleusen. Es schüttet wie aus Eimern. Also verschieben wir den Start kurzerhand um 1,5 Stunden. Schließlich wollen wir ja nicht völlig durchnässt losfahren.

Endlich geht es auf die Strecke. Erste Anlaufstelle: der Pico mit 499 m. Schnell ein Gipfelfoto geschossen, länger wollen wir uns dort bei dem Wetter nicht aufhalten. Weiter geht’s Richtung Valtenberg.

Dort angekommen, dann das Déjà-vu:
Alles geschlossen.

Offenbar haben die Baudenbetreiber beschlossen, dass Radfahrer bei Regen nicht zur Zielgruppe gehören. Also bleibt uns nur der Griff in den Rucksack. Ein Riegel muss her. Kulinarisch kein Highlight, aber immerhin geöffnet. 

Hoffentlich geht das nicht so weiter…

Nächste Station: Bieleboh.

Doch bis dahin kommen wir gar nicht erst. In Sohland wird kurzerhand Google Maps konsultiert – und siehe da: Eine Filiale der Bäckerei Schwertner!

Was für ein Glück!

Mittlerweile ist es 14:00 Uhr und wir sitzen bereits seit 3,5 Stunden im Sattel. Da kommt die Bäckerei gerade recht. Kalorien tanken, Kräfte sammeln und ein schönen großen Kaffee der uns durchwärmt.

Danach fühlen wir uns so gestärkt, dass wir die Baude am Bieleboh (500 m) kurzerhand links liegen lassen.

Ein Fehler?

Nein.

Denn jetzt geht’s im Eiltempo Richtung Czorneboh (557 m).

Und diese Entscheidung sollte sich noch als goldrichtig herausstellen.

Fünf Minuten vor Schließung erreichen wir die Baude und schaffen es tatsächlich noch hinein!

Kuchen, Saft und Cola – plötzlich fühlt sich die Tour gar nicht mehr so schlimm an. Wir haben den Jackpot geknackt. 

Zwei Wanderer kommen wenige Minuten nach uns an.

Zu spät.

Die Tür ist zu.
Wir dagegen sitzen glücklich mit Kuchen und Getränken da.

Man muss eben Prioritäten setzen. 

Jetzt heißt es Endspurt. Im Eiltempo weiter zur Mönchswalder Bergbaude (447 m) – unserer letzten Station. Die Strecke wurde ruppig und unsere Federgabeln noch einmal auf Herz und Nieren geprüft.

Allerdings ist auch hier niemand mehr zu erreichen.

Aber inzwischen ist uns das ziemlich egal. Das Ziel ist in Sicht: Nur noch 3,5 km bis zum Auto!

Also Zähne zusammenbeißen, Pedale treten und ab zum Startpunkt..

Nach insgesamt 67 km, völlig durchnässt und mit 5,5 Stunden im Sattel, erreichen wir schließlich wieder unsere Ausgangsposition.

Wir sind wieder da! Und beim nächsten Mal nehmen wir einfach einen Regenschirm mit.



Dienstag, 18. August 2026

26. XTERRA O- See Challenge

Rennbericht von Manuel Schiller

 
Ich starte auf der Classic Distanz.
Das Wetter ist Bombe, man wartet in der Sonne auf den Aufruf zum Start. Endlich ist es soweit, noch wenige Minuten dann geht’s los. Der Start ist überraschend entspannt, keine Tritte oder Schläge. Bald ziehen die schnellen Schwimmer davon, ich bin irgendwo in der Mitte, komme aber gut voran.
Die 2 Runden sind schnell vorbei, ich wechsle aufs Rad. Mit über 2,5 min. Wechselzeit führe ich wenigsten in dieser Kategorie. Aber Socken und Handschuhe sind ein Muß.
Es dauert ein weinig bis ich meinen Rhythmus gefunden habe. Zu Beginn überholen mich 2-3 Fahrer, aber viel mehr nicht. Bergauf dann das übliche Spiel, ich überhole und behindere dann bei der Abfahrt. Naja, wenigsten musste ich nicht schieben.
Insgesamt war es eine sehr staubige Tour, die Trockenheit und Hitze hinterlässt Ihre Spuren.
Zurück in der Wechselzone geb ich mir Mühe meinen „Rekord“ nicht erneut zu überbieten. Ich stolpere auf die Laufstrecke. Im Training lief das flüssiger.
Jetzt fällt mir wieder auf, wie hügelig die ersten 2 km der Strecke sind. Es ist schwer in einen Rhythmus zu kommen, die kurzen, aber steilen Anstiege muss ich gehen. Die zweite Hälfte der Strecke ist dann wieder angenehmer.
Auf dem Weg zur 2. Runde stehe ich irritiert kurz vor dem Zielbogen. Ein Ordner ruft mir den Weg zu, ich habe den Abzweig zur 2. Runde verpasst und muss daher ein weiteres mal über die Stufen hoch und runter und begebe mich auf die 2. Runde.
Ich freue mich auf die Cola, Verpflegung gibt es genug. Ich freue mich, als der letzte gemeine Anstieg geschafft ist. Noch wenige Minuten, dann darf auch ich durch den Zielbogen rennen. Als 19. Gesamt, aber knapp 50 min. nach dem Sieger ist es geschafft. Kurz durch die Verpflegungsstände und dann baden gehen.


Montag, 17. August 2026

26. XTERRA O- SEE Challenge

O-SEE Cross-Triathlon – Wenn die Brille baden geht und die Beine streiken

Am 15. August verwandelte sich der Olbersdorfer See im Zittauer Gebirge wieder einmal ins Mekka der Cross-Triathlon-Fans. Wettkämpfe auf höchstem Niveau – und mittendrin Mario, der sich auf der Reduced-Strecke seit einigen Jahren besonders wohlfühlt.

0,75 Kilometer Schwimmen, anschließend 26 Kilometer Mountainbike mit rund 550 Höhenmetern und zum krönenden Abschluss 5,5 Kilometer Laufen über die Erdpyramide. Klingt eigentlich ganz entspannt. Zumindest auf dem Papier. 

Mit dabei übrigens auch Manuel Schiller, der sich auf der Classic Strecke eingeschrieben hatte. Für ihn lag die Messlatte natürlich etwas höher. 1,1 Kilometer schwimmen, 30 Kilometer MTB und 11 Kilometer laufen.

In diesem Jahr hatte Petrus offenbar beschlossen, den Athleten zusätzlich eine kleine Grillparty zu spendieren. Die Sonne brannte vom Himmel und kannte keinerlei Gnade.

Eine Stunde vor dem Start mussten alle Teilnehmer den Wechselgarten verlassen. Die wenigen Schattenplätze waren natürlich schneller vergeben als die besten Plätze im Biergarten. Also hieß es: ab in die Sonne und schwitzen – Warm-up erledigt! 

Dann kam der erste Schreck

Zehn Minuten vor dem Schwimmstart über die Sprint Distanz: Badekappe auf, Schwimmbrille bereit – und plötzlich machte es knack.

Der Steg meiner Brille zerbrach und ich hielt auf einmal zwei Einzelteile in der Hand. 

Noch acht Minuten bis zum Start. Perfekter Zeitpunkt für eine kleine Panikattacke.

Doch Andreas von den Helfern am Schwimmstart ließ mich nicht im Stich und organisierte kurzerhand Ersatz. Noch schnell die neue Brille aufgesetzt und ab ins Wasser. Mission „Nicht ohne Brille schwimmen“ erfolgreich abgeschlossen. 

 Zurück am MTB musste es dann schnell gehen. Sehr schnell.


Mit einer Wechselzeit von gerade einmal 50 Sekunden verließ ich den Wechselgarten – viertbeste Zeit im Starterfeld.

Da war ich offensichtlich noch frisch genug, um mich zu beeilen. 

Die 26 Kilometer durchs Zittauer Gebirge verliefen eigentlich recht harmlos. Allerdings hatte die anhaltende Trockenheit die Strecke in eine ziemlich staubige Angelegenheit verwandelt. Wer hinter mir fuhr, konnte sich vermutlich den Sonnenschutz sparen – der Staub übernahm das. 

An der letzten Verpflegungsstelle passierte mir dann allerdings ein kleiner taktischer Fehler: Ich verpasste es, mir eine neue Trinkflasche zu schnappen.

Keine gute Idee bei diesen Temperaturen.

Und dann kam der Lauf … 

Wasserstellen gab es zum Glück reichlich. Mein Körper hatte allerdings inzwischen einen anderen Plan.

Die zahlreichen Anstiege wurden plötzlich deutlich höher als sie auf der Streckenkarte ausgesehen hatten. 

Aber irgendwie ging es weiter. Schritt für Schritt, Meter für Meter – bis schließlich die O-SEE-Glocke in Sicht kam.

Nach 2:25:01 Stunden war es geschafft!

Platz 53 Gesamt und – was besonders zählt – Platz 1 in der AK 65! 

Fazit: Brille kaputt, Trinkflasche vergessen, Sonne ohne Erbarmen und die Beine irgendwann im Streik – aber am Ende trotzdem ganz oben auf dem Altersklassen-Treppchen.

Man könnte also sagen:

Perfekter Tag! Und die Brille? Die hat eben einfach schon nach dem Schwimmen Feierabend gemacht.

Für Manuel stoppte die Uhr im Ziel bei 3:20:05 Stunden was Platz 19 bedeutete und in der AK der 7. Platz.

Mit Sicherheit ist dieses Ergebnis deutlich höher zu bewerten, da Manuel der Grillparty etwas länger ausgesetzt war. 



Montag, 3. August 2026

EBM 100 Erzgebirgs-Bike-Marathon

Zwei Männer, zwei Räder und jede Menge Erzgebirge

Der SCOTT Erzgebirgs-Bike-Marathon – der älteste Mountainbike-Marathon Deutschlands. Zum mittlerweile 34. Mal trafen sich hier Menschen, die offenbar der Meinung sind, dass ein gemütlicher Sonntag auf der Couch völlig überbewertet wird.

Austragungsort ist ein beschauliches Dörfchen mit rund 2.000 Einwohnern, weltbekannt für seine Volkskunsttradition und idyllisch gelegen im Erzgebirge, ungefähr eine Autostunde von Chemnitz und Dresden entfernt – direkt an der Grenze zu Tschechien. Eine wunderschöne Gegend also. Perfekt, um sich freiwillig 40 oder 70 Kilometer über Stock und Stein zu quälen.

Auch aus unserem Team fanden sich wieder zwei besonders mutige – oder leichtsinnige – Starter auf der Teilnehmerliste: Kohle und Andre.

Beide wussten ziemlich genau, was auf sie zukommt. Schließlich hatten sie bereits unter anderen Bedingungen an gleicher Stelle Bekanntschaft mit den Bergen gemacht. 

Am Tag vor dem Rennen hatte Petrus noch ordentlich den Wasserhahn aufgedreht. Zum Glück hielt sich der Regen anschließend zurück, sodass die Strecke erstaunlich gut abgetrocknet war. Nur an wenigen Stellen war der Boden noch aufgeweicht. Also perfekte Bedingungen – zumindest für diejenigen, die Matsch mögen, gerne putzen oder einfach grundsätzlich keine sauberen Fahrräder besitzen.

Kohle hatte sich für die große 70-Kilometer-Runde entschieden. Offenbar war ihm die normale Wochenendbeschäftigung zu langweilig. Nach 4:18:02 Stunden erreichte er das Ziel und belegte damit einen respektablen 97. Platz im Gesamtklassement. In seiner Altersklasse reichte es sogar für einen starken 14. Platz.

70 Kilometer Erzgebirge – da kann man schon mal stolz sein. Oder zumindest froh, dass das Fahrrad noch alle Teile besitzt.

 

Andre ging es etwas gemütlicher an – zumindest auf dem Papier. Er startete über den „kleinen Kanten“ mit 40 Kilometern. Nach 2:15:54 Stunden war auch für ihn die Bergprüfung beendet. Im Gesamtklassement landete er auf Platz 101, in seiner Altersklasse auf einem guten 18. Platz.

Damit haben beide eindrucksvoll bewiesen: Man muss nicht unbedingt den längsten Kanten fahren, um sich hinterher zu fragen, warum man sich das eigentlich angetan hat.

Am Ende zählen aber nicht nur Platzierungen und Zeiten, sondern vor allem der Spaß, die Herausforderung und die Tatsache, dass beide wieder heil im Ziel angekommen sind.

Und so bleibt eigentlich nur festzuhalten: Zwei Starter, zwei Strecken, jede Menge Höhenmeter – und hoffentlich beim nächsten Mal wieder genauso viel Motivation, sich freiwillig den Erzgebirgs-Bergen auszusetzen.


Mittwoch, 29. Juli 2026

Kamm Bike Cross in Johanngeorgenstadt

Das Rennen gehörte zur MTB-Sachsen-Cup-Serie – also kein Ort für gemütliche Samstagsradler.

110 Starter standen bei bestem Wetter an der Startlinie und hatten alle dieselbe Mission: 30 Kilometer in zwei Runden überleben... äh, absolvieren.

Die 15-Kilometer-Runde war technisch zwar kein Hexenwerk, dafür aber so abwechslungsreich, dass garantiert keine Langeweile aufkam. 

 Grobes Geröll sorgte dafür, dass das MTB regelmäßig der Meinung war, es wüsste den besseren Weg. 

Die zwei Wasserdurchfahrten hätten fast für nasse Füße gesorgt – zum Glück hatte der Bach offenbar auch keine Lust auf Höchstleistung.

Auf den schmalen Wurzeltrails war volle Konzentration gefragt. Ein kurzer Blick in die Landschaft hätte direkt Bekanntschaft mit dem Waldboden bedeutet. Dafür durfte man auf den asphaltierten Abfahrten mit über 50 km/h zwischen den Bäumen hindurchfliegen – immer in der Hoffnung, dass die Bäume ihre Position beibehalten.

Und als wäre das alles noch nicht genug, warteten pro Runde drei Anstiege mit jeweils über zwei Kilometern Länge. Spätestens dort meldeten sich die Beine freiwillig zum Streik, während die Lunge ernsthaft über eine Kündigung nachdachte.

Großes Lob auch an den Veranstalter. Fotos von der Veranstaltung wurden schon am gleichen Tag zur Verfügung gestellt.

Ausbeute an diesem Tag: Platz 4 mit 1:36:02 in der Klasse Master 4 

 

Samstag, 18. Juli 2026

2much4you

 

Vom 11-12.07.2026 war es endlich wieder so weit. Mit einer 6er Mannschaft haben Ronny, Thomas, Markus, Daniel, Dennis und Andre das Triathlon Team Niederschlesien beim 24 Stundenrennen

 2much4you …. but not 4me

im Zittauer Gebirge vertreten. Der Wettkampf verging bei Festivalstimmung.

Da hat alles gepasst vom Wetter bis zum Spaß.

Nächstes Jahr bitte mehr.

 

 

 
Andre im Einsatz in der Chirurgenrinne

Markus sein Einsatz am selben Ort nur etwas später
 
Ronny hat auch ohne Licht in dem Abschnitt den Überblick behalten
 
Daniel hat sein Einatz für den RSV Bautzen geleistet
 
Dennis- der Jüngste im Team
 
Thomas ist für den RSV Niesky an den Start gegangen


 

Andre Horter

Sonntag, 14. Juni 2026

27. Malevil Cup 2026- Halma spielen kann jeder

Dreckswetter- Schlamm und brutale Bedingungen

Mit diesen Worten ist alles gesagt. Der 27. Malevil Cup 2026 wird sich in unser Gedächtnis brennen.

Schon am Start über den 50 KM Kanten öffnete Petrus seine Schleusen und gab ein regelrechtes Feuerwerk in Form von Wasser ab.

Mit 14° Grad war es dazu auch noch sehr frisch. Zum Glück ging es pünktlich los und schon bald stellte es die Brillenträger vor mächtige Probleme. Der Dreck der durch die Luft gewirbelt wurde als sich das Feld im Gelände bewegte, war enorm. Auch für die Leute, die auf eine Brille verzichtet haben, wurde es kompliziert.

Aber wie sagte ein Teilnehmer unterwegs, irgend ein Tod sterben wir heute alle.

 Einmal hier drin wurdest du wie eine Flipperkugel hin und her geschleudert.

Zum Glück sah es heute nicht überall so aus wie auf dem Foto, aber diese Abschnitte hatten es in sich.

 Kohle stellte hier mal, stellvertretend für alle, seinen Hintern zur Verfügung.

Das Wetter besserte sich als wir in Richtung Kristyna See unterwegs waren und der eine oder andere Fahrer konnte sich seine Regenjacke entledigen.

Jetzt wurde es auf manchen Abschnitten richtig gemütlich und die Strecke begann etwas abzutrocknen. Leider hielt dieser Zustand nicht lange an und etwa 5 Km vor dem Ziel sollten wir noch einmal richtig eingeweicht werden. 

 Der Trinkgenuss hielt sich mit solchen mitgeführten Flaschen in grenzen. Zum Glück gab es aber 2 Verpflegungsstelle wo es saubere Becher gab.

Heute hatte die Defekthexe um uns einen großen Bogen gemacht und "Kohle" war mächtig stolz, dass er mit diesen Bedingungen sehr gut zurecht kam. Steffen landete im Ziel mit einer Zeit von 2:56:45 was in der AK 50 Platz 14 bedeutete. Mario wurde in der gleichen AK mit einer Zeit von 3:09:25 auf Platz 23 gewertet. Immerhin war diese AK 50 mit 72 Finishern die mit den meisten Startern.


Montag, 8. Juni 2026

21. Europamarathon in Görlitz

 

Richard war an diesem Sonntag unser einziges Eisen im Feuer. Kaum Trainingskilometer in den Beinen, entfaltete er trotzdem sein Potenzial und ging am Ende der 10 Km als 11. über die Ziellinie. Ganz beachtlich, da an diesem Rennen immerhin 528 Starter auf der Strecke waren. 

Mit einer Zeit von 41:49 Minuten sicherte er sich außerdem den Sieg in der AK 35 

In seinem Windschatten hatte er auf der gesamten Strecke Jens Weickert dabei. Den Abstand von 8 Sekunden konnte Jens aber nie zulaufen und wurde im Ziel als 12. gewertet. Kleiner Trost für ihn, er sicherte sich den Sieg in seiner AK 50. 

 

 

Jens hatte im Frühjahr sehr lange wegen einer Verletzung pausieren müsse, um so erstaunlich war es, dass er hier mit einer Zeit von 41:57 Minuten ins Ziel kam.

 

Glückwunsch!!! 


Donnerstag, 28. Mai 2026

12. Mountainbike- Marathon Dresden

Wieder einmal traf sich die MTB Elite in Dresden und von uns aus Niesky sind 4 Fahrer dabei.

 



Bei wahnsinnig schönem Wetter hatten wir doppelt so viel Spaß auf die staubige Strecke zu gehen.

Pechvogel des Tages aber war Markus, der Unglückliche hatte doch tatsächlich seine MTB Schuhe zu Hause stehen lassen. Konnte dann aber doch mit ein paar geborgten Flat Pedalen und fremden Sportschuhen an den Start über die 70 Km Strecke gehen.

Klickpedalen war gestern.

Ich hatte noch Felix und Luis vom Hawaii- Racing Team getroffen und zusammen haben wir uns am Start etwas weiter vorn eingestellt. Nach dem das Feld auf die 3 Runden geschickt wurde, war die erste Runde ein sehr staubige Angelegenheit. Kohle hatte mich dann nach etwa 4 Km eingeholt und irgendwie schaffte ich es, an ihm dran zu bleiben. So fuhren wir die ersten 14 Km unter 44 Minuten. Kohle gab dann etwas Gas und machte in der 2 Runde gegenüber mir 1:10 Minute gut.

Hier hatte Kohle noch gut Lachen.

In der letzten Runde traute ich meinen Augen kaum. Schon wieder stand mein Kumpel Kohle mit Plattfuß am Rand. So ein Schei... habe ich in den Wald gebrüllt. Zu Glück hatte er seine Hausaufgaben gemacht und  konnte sich selber helfen. Aber die gute Platzierung war est eimal futsch, mit einer letzten Rundenzeit von 47:13 Minuten.

 

 Dieses Mal war eine Komplettwäsche Pflichtprogramm.

 

Am Ende hatte Markus den 22. Platz mit 3:34:41 über die 73 Km belegt.

Über die 44 Km erreichte als 122. Mario das Ziel in 2:13:19, Kohle fuhr als 142. in 2:17:27 über die Ziellinie und Andre macht den Sack mit einer Zeit von 2:20:24 als 153. zu. 



Dienstag, 26. Mai 2026

Rund um Sachsen

 

Rund um Sachsen

Unsupportet Langstrecken Radrennen über 920 km / ca. 8.500 hm

Dieses Jahr wurde im Rahmen des Rund um Sachsen Events, die Europameisterschaft im Ultracycling durchgeführt. Neben den Anwärtern auf den EM-Titel steht auch Christoph Strasser am Start.

Auf der Strecke befinden sich etwa alle 200 km ein Checkpoint. An diesen kann ich einen kleinen Beutel mit Verpflegung / Wechselklamotten hinterlegen.

Ich habe mich für mein Gravelbike entschieden, da ich den Komfort des Rades bei der Strecke wichtiger empfand als die mitunter höhere Geschwindigkeit des Rennrades.

Es gibt keinen Massenstart, sondern jeder Fahrer startet mit einer Minute Abstand zum Vordermann.

 

Am Freitag, den 22.05.2026 ist um 10:06 mein Start. Nach kurzer Zeit überholte ich 2 der 3 vor mir gestarteten Fahrer, was mich sehr verunsicherte. Ich nahm an, ich sei zu schnell und versuchte stets in einem komfortablen Bereich zu „rollen“. Der erste Streckenabschnitt war sehr flach es rollte gut, ich wurde entspannter, als auch ich von nach mir gestarteten Fahrern, eingeholt wurde.

Einziges Manko auf dem ersten Teil der Strecke war, das ich meine eigens für das Rennen gekauften Kopfhörer bei Versuch des Auspackens, direkt verloren habe. Ich habe zwar angehalten, um sie wiederzufinden – aber das war vergebens.


Am ersten Checkpoint habe ich meine 4 Trinkflaschen neu gefüllt, es gab leckeren Kuchen und es ging nach knapp 20 min direkt weiter – Ziel Fichtelberg.


Es dauerte etwas, bis die ersten Hügel und Anstiege kamen. Es wurde Abend du ich hielt zur Sicherheit noch an einer Tankstelle für Gummibärchen und ein Cola.

Die erste Bewährungsprobe stelle die sog. Antonshöhe dar, die nach vielen vorherigen Anstiegen sehr steil und sehr lang war. Hier musste ich auf dem Rettungsanker meines Rades zurückgreifen.

Es wurde zunehmend kühler sodass ich mich entschied noch einen kurzen Stopp zum Umziehen einzulegen. Ärmlinge, Beinlinge und eine Jacke trug ich bei mir in den Taschen.

Gegen halb vier erreichte ich den Fichtelberg wo der Checkpoint 2 war.

 

Ich nutze den Cp für eine Pause und sortierte in Ruhe meinen hinterlegten Beute sowie meine Sachen, die ich bei mir trug Es gab als Verpflegung Brühe und Kaffee. Da es sehr kalt war, entschied ich mich mit langem Trikot und Beinlingen in die Abfahrt zu gehen. Wohlwissend, das ich dieses Mehrgepäck den restlichen Tag mittragen muss. Die vom Fichtelberg in den Sonnenaufgang war etwas ganz besonderes und sollte eins der Highlights dieser Tour werden.

Es stand ein ähnlich bergiger Abschnitt bevor, wie Streckenabschnitt 2. Es sollte auch der für mich härteste Teil werden. Mir tat der Hintern weh, der erwartete Komfort wollte sich nicht einstellen. Ab und an überholte mich ein Radfahrer, an den Anstiegen kam ich immer wieder ran, aber bergab und auf den Geraden hatte ich auf dem Gravelbike keine Chance. Ab Pirna, der Punkt wo wir die Elbe überquerten, wurde die Strecke etwas bekannter und somit stieg meine Motivation wieder an. Es ging über Hohenstein und Sebnitz in Richtung CP 3. Ab und an musste ich kurz anhalten um meinem Hintern etwas Pause zu gönnen. Als CP 3 endlich kam, hoffte ich, in meinem Beute eine neue trockene Radhose u finden.

 

Nach einigen Colas, Kuchenstücken und einem Wechsel der Radklamotten ging es weiter in die Heimat. Die Strecke sollte über Ostritz, Löbau, Görlitz Niesky entlangführen. Leider war ich erst kurz nach Mitternacht in Niesky, sodass mein Support am Wegesrand bereits im Lummerland war. Ich fuhr weiter mit nach Kreba Neudorf, wo der letzte CP war. Es war etwa halb 3 Uhr morgens und da ich auf dem Weg hierher langsam Schwierigkeiten mit der Müdigkeit bekam. So kam es vor, das ich vor mir entlang der Strecke dachte, Menschen zu sehen und ich fest der Meinung war, den oder diejenigen zu kennen. Letztendlich waren es aber nur Bäume oder Schilder. Diese und einige andere Situationen haben dazu geführt, das ich mich entschied etwas zu schlafen. Es standen Feldbetten bereit ich stelle den Wecker auf 2 Stunden und es dauerte nicht lange bis ich diesen auch gleich wieder hören sollte.

Ich wachte auf und fuhr recht kühl und leider etwas hungrig los. Ich hoffte auf eine Tankstelle da ich keinerlei Gels oder Riegel mehr hatte und ziemlichen Hunger hatte. Es sollte bis km. 120 dauern bin eine Tanke kam.

Hier gab es dann endlich Energie und da ich nun keine Reserven mehr aufheben musste, konnte ich den Rest der Strecke mit ordentlich Dampf zu Ende bringen.

Mein Transponder hielt nicht so lange, diesem ging schon 3 Stunden vor dem Ziel die Puste aus. Das sorgte dafür das ich recht überraschend ins Ziel rollte und Steven (Organisator) mich nicht ankommen sah und mich etwas irritiert im Ziel empfangen hat.

Im Ziel gab es das grüne Finisher Triko, eine tolle Stimmung Applaus und ich wurde von Steven  interviewt.

Ich fuhr ins nahegelegene Freibad „Platsch“ wo ich duschen konnte. Mit jeder Minute, die ich vom Rad gestiegen war, kamen immer mehr Wehwechen und der Körper zeigte nach und nach die Folgen der Tour. Nahezu alles am Körper tat weh, aber auf eine Art die durch eine (oder mehrere) heiße Dusche behoben werden konnte. Ich fuhr danach die 2 Std. nach Hause und das war das wahrscheinlich einzige, was ich beim nächsten Mal anders machen würde. Obwohl – mit der Ausnahme das ich beim nächsten Mal doch das Rennrad nehmen würde.




Samstag, 16. Mai 2026

Himmelfahrt 2026

Zu unserem Treffpunkt in Niesky kamen wegen des schlechten Wetters leider nur 6 Fahrer.

 

Unsere Fahrt führte uns nach Rothenburg und Steinbach, wo wir einen unfreiwilligen Halt einlegen mussten. Es schütte wie aus Kannen. 2 Motorradfahrer leisteten uns dabei Gesellschaft.

Die "Unterkunft" in Steinbach

Weiter ging es nach Bad Muskau, von wo wir eigentlich die Heimreise antreten wollten. Doch die Sonne ließ sich jetzt endlich mal blicken! Planänderung: Wir fahren weiter zum Bärwalder See und konnten so unsere gelpante Tour vollenden.
 

Warten auf das Süppchen.


Spuren der Regentour

Am Ende gab es für alle noch ein leckeres Bier.
 


Donnerstag, 7. Mai 2026

33. Sebnitzer MTB- Cup-Marathon

Es waren die besten Bedingungen die wir je dort oben an der deutsch-tschechischen Grenze hatten.

Die Wettkampfstrecke Staub trocken, Sonne satt und mollige 25 Grad. Dazu kommt, das wir mal 4 Fahrer aus unserem Team dabei hatten.



Alle starteten auf Grund des Alters auf der kurzen Strecke. Die hatte eine Länge von 30 Km, aufgeteilt in 2 Runden und 840 HM.

Pünktlich 12:00 Uhr wurde für alle der Start freigegeben. Jetzt hieß es erst mal einen steilen Hang nach oben krakseln. Innerhalb weniger Sekunden schoss der Puls durch die Decke, hier konnte der froh sein, der auf seiner Kassette ein 52 Blatt zur Verfügung hatte.

Dadurch zog sich das Feld auf den ersten 100 m gewaltig in die Länge und wir hatten Platz um das eigene Tempo zu fahren. Dieser Anstieg war auch gleichzeitig Teil der Einführungsrunde und musste nur einmal gefahren werden.

Draußen auf der Strecke wurde es dann schnell noch wärmer und gut beraten war der, der genug zu trinken dabei hatte.

Gleich zum Anfang gab es einige Fahrer die wegen Defekt vom Rad mussten.

Bei uns brach das Unheil erst in der 2 Runde herein. Zwischen Kilometer 15-18 lag plötzlich ein Fahrer an der Strecke, der aber schon von anderen Fahrern versorgt wurde. Nicht weit davon entfernt, in einer Spitzkehre, stand Kohle mit einem Plattfuß. Jetzt war ich doch noch gefordert und durfte als "Ersthelfer" zum Einsatz kommen. Der Bursche war "nackt" auf´s MTB gestiegen und hatte kein Flickzeug dabei.

Da er keinen Umgang mit dem Pannenspray hatte durfte ich ihm eine Vorführung geben.

Obwohl du in einem solchen Moment enorm unter Zeitdruck stehst und die andern beiden Fahrer von uns mittlerweile diese Stelle passierten, musst du in aller Ruhe den Schaum in den Reifen bekommen. Das funktionierte auch perfekt, bis sich heraus stellte, das Kohle keine Tubeless Ready Reifen benutzt. Damit war die ganze Aktion für die Katze.

Am Ende haben wir dann trotzdem zufrieden die Heimreise angetreten und wissen, das zu Hause ein paar Hausaufgaben auf jemanden warten.  

Alle Ergebnisse unter:  https://zpn-timing.de/e/825/12

 

Montag, 27. April 2026

Ein Besuch in der Herkuleskeule Dresden

Marcus lässt die Korken knallen und wir durften dabei sein. Ich glaube Ronny hat sein Geburtstagsgeschenk eingelöst.

Marcus sein Bus brachte uns auch nach DD wo wir nach einer kleinen Parkplatzsuche auf dem Altmarkt gelandet sind. Hier war großes Frühlingsfest und nicht viel los. Gut für uns, so konnten wir in aller Ruhe unseren Hunger stillen. 


Dann ab in die heilige Halle der Herkuleskeule. 1. Reihe und Platz 3-8 war für uns schon reserviert.

 Dort treffen dich natürlich immer die Blicke der Schauspieler und auch das ein oder andere Wort. 

Die kleine Pause nutzten wir für einen Schluck Bier bzw. Aperol

 

Auch wenn einige Gags schon einen Bart hatten, war´s am Ende eine rundum gelungene Veranstaltung. 

Danke Marcus für deine Bereitschaft und deine Dienste. 

Montag, 9. März 2026

26. Kristalllauf in Sondershausen

 

Untertagelauf in Sondershausen – oder: Wie ich freiwillig in ein Loch gefahren bin, um dort 10 km zu leiden

Der Kristalllauf in Sondershausen ist kein gewöhnlicher 10-km-Lauf. Eigentlich ist es eher ein Mix aus Abenteuerurlaub, Extremsport und „Warum mache ich das eigentlich?“.

Zur 26. Auflage ging es im Brügmannschacht erstmal stilecht nach unten – und zwar nicht gemütlich, sondern im Förderkorb. Eng, laut, rumpelig… ich sag mal so: Wenn du vorher noch nicht wach warst, bist du es spätestens jetzt. Drei Mal Druckausgleich inklusive.

Unten angekommen: angenehme Wärme, trockene Luft und eine kurze Bergwerksführung im Schnelldurchlauf. Nebenbei erfährt man, dass hier vor über 230 Millionen Jahren ein Meer war. Heute: Läufer, die sich freiwillig durch Salzstaub quälen. Evolution kann schon seltsame Wege gehen.

Das Einlaufen fand in einem Stollen statt, der ungefähr so lang war wie mein Wohnzimmer – nur staubiger. Der Boden? Gemahlenes Salz. Ergebnis: Nach fünf Minuten sahen wir alle aus wie frisch paniert.

       Knapp 300 Starter versammeln sich im Hauptstollen                          

Pünktlich um 11:00 Uhr ging’s los – aber natürlich erst, nachdem gemeinsam das Steigerlied gesungen wurde. Wann hat man das schon mal vor einem Lauf?

    Endlich werden wir in die Dunkelheit entlassen.                                     
 

Direkt nach dem Start: Anstieg. Noch moderat. Man denkt: „Ach, geht ja.“
Später: Das bleibt nicht so.

Was folgt, ist eine Mischung aus Berglauf und körperbetonter Komik:

  • Steigungen, die länger werden

  • Gefälle, die entweder glatt wie eine Eisbahn oder rutschig wie Schmierseife sind

  • Abschnitte, in denen es plötzlich stockdunkel wird (immerhin: da sieht man nicht, wie schlecht man läuft, meine Uhr war nicht zu erkennen)

                                            

      Spätestens jetzt wird klar: Das ist kein Lauf – das ist ein Überlebenstraining.

    Zuschauer? Fehlanzeige. Statt Applaus gibt’s die eigene Atmung, das Knirschen von Salz und gelegentlich die Frage im Kopf: „Bin ich hier eigentlich noch richtig?“

Immerhin kündigt sich der Start-/Zielbereich jede Runde mit einer frischen Brise an – wahrscheinlich die einzige Klimaanlage, die man sich beim Laufen wirklich herbeiwünscht.

   In jeder Runde der prüfende Blick auf die Uhr.                                          
 

Nach 5 Runden, 10 Kilometern, gefühlt 1000 Höhenmetern und einer halben Tonne eingeatmetem Salzstaub dann das Ziel.

Und tatsächlich: Am Ende stand ich auf dem Podest.
Trotz Altersklassen in 10er-Schritten – was im Grunde bedeutet: doppelt so viele Gegner, halb so viele Ausreden.

Fazit:
Würde ich es wieder tun?
Eher nicht.
Warum?
Dafür habe ich zu sehr gelitten.

Alle Bilder wurden von Sebastian Fernschild (Thüringer Allgemeine) zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 2. Januar 2026

59. Silvesterlauf in Kollm

Schon der 59. Silvesterlauf in Kollm und kein Ende in Sicht. Mal sehen welchen Beitrag wir zum 60. beisteuern können.


Von oben ohne im Jahr 2009 bis zum OP Team waren schon viele Kostümbilder von den Triathleten "entworfen" worden.


Silvesterlauf 1985 

 
 
Der kleine Junge, der rechts auf dem Bild zu sehen ist, steht 40 Jahre später wieder mit mir in Kollm am Start. 
 
Silvesterlauf 2025 
 
Zusammen mit Holger feierten wir diesen Moment und liefen beide gemeinsam ins Ziel.

Etwa 100 Starter hatten sich aufgemacht um in Kollm wieder an den Start zu gehen.