Donnerstag, 28. Mai 2026

12. Mountainbike- Marathon Dresden

Wieder einmal traf sich die MTB Elite in Dresden und von uns aus Niesky sind 4 Fahrer dabei.

 



Bei wahnsinnig schönem Wetter hatten wir doppelt so viel Spaß auf die staubige Strecke zu gehen.

Pechvogel des Tages aber war Markus, der Unglückliche hatte doch tatsächlich seine MTB Schuhe zu Hause stehen lassen. Konnte dann aber doch mit ein paar geborgten Flat Pedalen und fremden Sportschuhen an den Start über die 70 Km Strecke gehen.

Klickpedalen war gestern.

Ich hatte noch Felix und Luis vom Hawaii- Racing Team getroffen und zusammen hatte wir uns am Start etwas weiter vorn eingestellt. Nach dem das Feld auf die 3 Runden geschickt wurde, war die erste Runde ein sehr staubige Angelegenheit. Kohle hatte mich dann nach etwa 4 Km eingeholt und irgendwie schaffte ich es, an ihm dran zu bleiben. So fuhren wir es die ersten 14 Km unter 44 Minuten. Kohle gab dann etwas Gas und machte in der 2 Runde gegenüber mir 1:10 Minute gut.

Hier hatte Kohle noch gut Lachen.

In der letzten Runde traute ich meinen Augen kaum. Schon wieder stand mein Kumpel Kohle mit Plattfuß am Rand. So ein Schei... habe ich in den Wald gebrüllt. Zu Glück hatte er seine Hausaufgaben gemacht und  konnte sich selber helfen. Aber die gute Platzierung war est eimal futsch, mit seiner letzten Rundenzeit von 47:13 Minuten.

 

 Dieses Mal war eine Komplettwäsche Pflichtprogramm.

 

Am Ende hatte Markus den 22. Platz mit 3:34:41 über die 73 Km belegt.

Über die 44 Km erreichte als 122. Mario das Ziel in 2:13:19, Kohle fuhr als 142. in 2:17:27 über die Ziellinie und Andre macht den Sack mit einer Zeit von 2:20:24 als 153 zu. 



Dienstag, 26. Mai 2026

Rund um Sachsen

 

Rund um Sachsen

Unsupportet Langstrecken Radrennen über 920 km / ca. 8.500 hm

Dieses Jahr wurde im Rahmen des Rund um Sachsen Events, die Europameisterschaft im Ultracycling durchgeführt. Neben den Anwärtern auf den EM-Titel steht auch Christoph Strasser am Start.

Auf der Strecke befinden sich etwa alle 200 km ein Checkpoint. An diesen kann ich einen kleinen Beutel mit Verpflegung / Wechselklamotten hinterlegen.

Ich habe mich für mein Gravelbike entschieden, da ich den Komfort des Rades bei der Strecke wichtiger empfand als die mitunter höhere Geschwindigkeit des Rennrades.

Es gibt keinen Massenstart, sondern jeder Fahrer startet mit einer Minute Abstand zum Vordermann.

 

Am Freitag, den 22.05.2026 ist um 10:06 mein Start. Nach kurzer Zeit überholte ich 2 der 3 vor mir gestarteten Fahrer, was mich sehr verunsicherte. Ich nahm an, ich sei zu schnell und versuchte stets in einem komfortablen Bereich zu „rollen“. Der erste Streckenabschnitt war sehr flach es rollte gut, ich wurde entspannter, als auch ich von nach mir gestarteten Fahrern, eingeholt wurde.

Einziges Manko auf dem ersten Teil der Strecke war, das ich meine eigens für das Rennen gekauften Kopfhörer bei Versuch des Auspackens, direkt verloren habe. Ich habe zwar angehalten, um sie wiederzufinden – aber das war vergebens.


Am ersten Checkpoint habe ich meine 4 Trinkflaschen neu gefüllt, es gab leckeren Kuchen und es ging nach knapp 20 min direkt weiter – Ziel Fichtelberg.


Es dauerte etwas, bis die ersten Hügel und Anstiege kamen. Es wurde Abend du ich hielt zur Sicherheit noch an einer Tankstelle für Gummibärchen und ein Cola.

Die erste Bewährungsprobe stelle die sog. Antonshöhe dar, die nach vielen vorherigen Anstiegen sehr steil und sehr lang war. Hier musste ich auf dem Rettungsanker meines Rades zurückgreifen.

Es wurde zunehmend kühler sodass ich mich entschied noch einen kurzen Stopp zum Umziehen einzulegen. Ärmlinge, Beinlinge und eine Jacke trug ich bei mir in den Taschen.

Gegen halb vier erreichte ich den Fichtelberg wo der Checkpoint 2 war.

 

Ich nutze den Cp für eine Pause und sortierte in Ruhe meinen hinterlegten Beute sowie meine Sachen, die ich bei mir trug Es gab als Verpflegung Brühe und Kaffee. Da es sehr kalt war, entschied ich mich mit langem Trikot und Beinlingen in die Abfahrt zu gehen. Wohlwissend, das ich dieses Mehrgepäck den restlichen Tag mittragen muss. Die vom Fichtelberg in den Sonnenaufgang war etwas ganz besonderes und sollte eins der Highlights dieser Tour werden.

Es stand ein ähnlich bergiger Abschnitt bevor, wie Streckenabschnitt 2. Es sollte auch der für mich härteste Teil werden. Mir tat der Hintern weh, der erwartete Komfort wollte sich nicht einstellen. Ab und an überholte mich ein Radfahrer, an den Anstiegen kam ich immer wieder ran, aber bergab und auf den Geraden hatte ich auf dem Gravelbike keine Chance. Ab Pirna, der Punkt wo wir die Elbe überquerten, wurde die Strecke etwas bekannter und somit stieg meine Motivation wieder an. Es ging über Hohenstein und Sebnitz in Richtung CP 3. Ab und an musste ich kurz anhalten um meinem Hintern etwas Pause zu gönnen. Als CP 3 endlich kam, hoffte ich, in meinem Beute eine neue trockene Radhose u finden.

 

Nach einigen Colas, Kuchenstücken und einem Wechsel der Radklamotten ging es weiter in die Heimat. Die Strecke sollte über Ostritz, Löbau, Görlitz Niesky entlangführen. Leider war ich erst kurz nach Mitternacht in Niesky, sodass mein Support am Wegesrand bereits im Lummerland war. Ich fuhr weiter mit nach Kreba Neudorf, wo der letzte CP war. Es war etwa halb 3 Uhr morgens und da ich auf dem Weg hierher langsam Schwierigkeiten mit der Müdigkeit bekam. So kam es vor, das ich vor mir entlang der Strecke dachte, Menschen zu sehen und ich fest der Meinung war, den oder diejenigen zu kennen. Letztendlich waren es aber nur Bäume oder Schilder. Diese und einige andere Situationen haben dazu geführt, das ich mich entschied etwas zu schlafen. Es standen Feldbetten bereit ich stelle den Wecker auf 2 Stunden und es dauerte nicht lange bis ich diesen auch gleich wieder hören sollte.

Ich wachte auf und fuhr recht kühl und leider etwas hungrig los. Ich hoffte auf eine Tankstelle da ich keinerlei Gels oder Riegel mehr hatte und ziemlichen Hunger hatte. Es sollte bis km. 120 dauern bin eine Tanke kam.

Hier gab es dann endlich Energie und da ich nun keine Reserven mehr aufheben musste, konnte ich den Rest der Strecke mit ordentlich Dampf zu Ende bringen.

Mein Transponder hielt nicht so lange, diesem ging schon 3 Stunden vor dem Ziel die Puste aus. Das sorgte dafür das ich recht überraschend ins Ziel rollte und Steven (Organisator) mich nicht ankommen sah und mich etwas irritiert im Ziel empfangen hat.

Im Ziel gab es das grüne Finisher Triko, eine tolle Stimmung Applaus und ich wurde von Steven  interviewt.

Ich fuhr ins nahegelegene Freibad „Platsch“ wo ich duschen konnte. Mit jeder Minute, die ich vom Rad gestiegen war, kamen immer mehr Wehwechen und der Körper zeigte nach und nach die Folgen der Tour. Nahezu alles am Körper tat weh, aber auf eine Art die durch eine (oder mehrere) heiße Dusche behoben werden konnte. Ich fuhr danach die 2 Std. nach Hause und das war das wahrscheinlich einzige, was ich beim nächsten Mal anders machen würde. Obwohl – mit der Ausnahme das ich beim nächsten Mal doch das Rennrad nehmen würde.




Samstag, 16. Mai 2026

Himmelfahrt 2026

Zu unserem Treffpunkt in Niesky kamen wegen des schlechten Wetters leider nur 6 Fahrer.

 

Unsere Fahrt führte uns nach Rothenburg und Steinbach, wo wir einen unfreiwilligen Halt einlegen mussten. Es schütte wie aus Kannen. 2 Motorradfahrer leisteten uns dabei Gesellschaft.

Die "Unterkunft" in Steinbach

Weiter ging es nach Bad Muskau, von wo wir eigentlich die Heimreise antreten wollten. Doch die Sonne ließ sich jetzt endlich mal blicken! Planänderung: Wir fahren weiter zum Bärwalder See und konnten so unsere gelpante Tour vollenden.
 

Warten auf das Süppchen.


Spuren der Regentour

Am Ende gab es für alle noch ein leckeres Bier.
 


Donnerstag, 7. Mai 2026

33. Sebnitzer MTB- Cup-Marathon

Es waren die besten Bedingungen die wir je dort oben an der deutsch-tschechischen Grenze hatten.

Die Wettkampfstrecke Staub trocken, Sonne satt und mollige 25 Grad. Dazu kommt, das wir mal 4 Fahrer aus unserem Team dabei hatten.



Alle starteten auf Grund des Alters auf der kurzen Strecke. Die hatte eine Länge von 30 Km, aufgeteilt in 2 Runden und 840 HM.

Pünktlich 12:00 Uhr wurde für alle der Start freigegeben. Jetzt hieß es erst mal einen steilen Hang nach oben krakseln. Innerhalb weniger Sekunden schoss der Puls durch die Decke, hier konnte der froh sein, der auf seiner Kassette ein 52 Blatt zur Verfügung hatte.

Dadurch zog sich das Feld auf den ersten 100 m gewaltig in die Länge und wir hatten Platz um das eigene Tempo zu fahren. Dieser Anstieg war auch gleichzeitig Teil der Einführungsrunde und musste nur einmal gefahren werden.

Draußen auf der Strecke wurde es dann schnell noch wärmer und gut beraten war der, der genug zu trinken dabei hatte.

Gleich zum Anfang gab es einige Fahrer die wegen Defekt vom Rad mussten.

Bei uns brach das Unheil erst in der 2 Runde herein. Zwischen Kilometer 15-18 lag plötzlich ein Fahrer an der Strecke, der aber schon von anderen Fahrern versorgt wurde. Nicht weit davon entfernt, in einer Spitzkehre, stand Kohle mit einem Plattfuß. Jetzt war ich doch noch gefordert und durfte als "Ersthelfer" zum Einsatz kommen. Der Bursche war "nackt" auf´s MTB gestiegen und hatte kein Flickzeug dabei.

Da er keinen Umgang mit dem Pannenspray hatte durfte ich ihm eine Vorführung geben.

Obwohl du in einem solchen Moment enorm unter Zeitdruck stehst und die andern beiden Fahrer von uns mittlerweile diese Stelle passierten, musst du in aller Ruhe den Schaum in den Reifen bekommen. Das funktionierte auch perfekt, bis sich heraus stellte, das Kohle keine Tubeless Ready Reifen benutzt. Damit war die ganze Aktion für die Katze.

Am Ende haben wir dann trotzdem zufrieden die Heimreise angetreten und wissen, das zu Hause ein paar Hausaufgaben auf jemanden warten.  

Alle Ergebnisse unter:  https://zpn-timing.de/e/825/12

 

Montag, 27. April 2026

Ein Besuch in der Herkuleskeule Dresden

Marcus lässt die Korken knallen und wir durften dabei sein. Ich glaube Ronny hat sein Geburtstagsgeschenk eingelöst.

Marcus sein Bus brachte uns auch nach DD wo wir nach einer kleinen Parkplatzsuche auf dem Altmarkt gelandet sind. Hier war großes Frühlingsfest und nicht viel los. Gut für uns, so konnten wir in aller Ruhe unseren Hunger stillen. 


Dann ab in die heilige Halle der Herkuleskeule. 1. Reihe und Platz 3-8 war für uns schon reserviert.

 Dort treffen dich natürlich immer die Blicke der Schauspieler und auch das ein oder andere Wort. 

Die kleine Pause nutzten wir für einen Schluck Bier bzw. Aperol

 

Auch wenn einige Gags schon einen Bart hatten, war´s am Ende eine rundum gelungene Veranstaltung. 

Danke Marcus für deine Bereitschaft und deine Dienste. 

Montag, 9. März 2026

26. Kristalllauf in Sondershausen

 

Untertagelauf in Sondershausen – oder: Wie ich freiwillig in ein Loch gefahren bin, um dort 10 km zu leiden

Der Kristalllauf in Sondershausen ist kein gewöhnlicher 10-km-Lauf. Eigentlich ist es eher ein Mix aus Abenteuerurlaub, Extremsport und „Warum mache ich das eigentlich?“.

Zur 26. Auflage ging es im Brügmannschacht erstmal stilecht nach unten – und zwar nicht gemütlich, sondern im Förderkorb. Eng, laut, rumpelig… ich sag mal so: Wenn du vorher noch nicht wach warst, bist du es spätestens jetzt. Drei Mal Druckausgleich inklusive.

Unten angekommen: angenehme Wärme, trockene Luft und eine kurze Bergwerksführung im Schnelldurchlauf. Nebenbei erfährt man, dass hier vor über 230 Millionen Jahren ein Meer war. Heute: Läufer, die sich freiwillig durch Salzstaub quälen. Evolution kann schon seltsame Wege gehen.

Das Einlaufen fand in einem Stollen statt, der ungefähr so lang war wie mein Wohnzimmer – nur staubiger. Der Boden? Gemahlenes Salz. Ergebnis: Nach fünf Minuten sahen wir alle aus wie frisch paniert.

       Knapp 300 Starter versammeln sich im Hauptstollen                          

Pünktlich um 11:00 Uhr ging’s los – aber natürlich erst, nachdem gemeinsam das Steigerlied gesungen wurde. Wann hat man das schon mal vor einem Lauf?

    Endlich werden wir in die Dunkelheit entlassen.                                     
 

Direkt nach dem Start: Anstieg. Noch moderat. Man denkt: „Ach, geht ja.“
Später: Das bleibt nicht so.

Was folgt, ist eine Mischung aus Berglauf und körperbetonter Komik:

  • Steigungen, die länger werden

  • Gefälle, die entweder glatt wie eine Eisbahn oder rutschig wie Schmierseife sind

  • Abschnitte, in denen es plötzlich stockdunkel wird (immerhin: da sieht man nicht, wie schlecht man läuft, meine Uhr war nicht zu erkennen)

                                            

      Spätestens jetzt wird klar: Das ist kein Lauf – das ist ein Überlebenstraining.

    Zuschauer? Fehlanzeige. Statt Applaus gibt’s die eigene Atmung, das Knirschen von Salz und gelegentlich die Frage im Kopf: „Bin ich hier eigentlich noch richtig?“

Immerhin kündigt sich der Start-/Zielbereich jede Runde mit einer frischen Brise an – wahrscheinlich die einzige Klimaanlage, die man sich beim Laufen wirklich herbeiwünscht.

   In jeder Runde der prüfende Blick auf die Uhr.                                          
 

Nach 5 Runden, 10 Kilometern, gefühlt 1000 Höhenmetern und einer halben Tonne eingeatmetem Salzstaub dann das Ziel.

Und tatsächlich: Am Ende stand ich auf dem Podest.
Trotz Altersklassen in 10er-Schritten – was im Grunde bedeutet: doppelt so viele Gegner, halb so viele Ausreden.

Fazit:
Würde ich es wieder tun?
Eher nicht.
Warum?
Dafür habe ich zu sehr gelitten.

Alle Bilder wurden von Sebastian Fernschild (Thüringer Allgemeine) zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 2. Januar 2026

59. Silvesterlauf in Kollm

Schon der 59. Silvesterlauf in Kollm und kein Ende in Sicht. Mal sehen welchen Beitrag wir zum 60. beisteuern können.


Von oben ohne im Jahr 2009 bis zum OP Team waren schon viele Kostümbilder von den Triathleten "entworfen" worden.


Silvesterlauf 1985 

 
 
Der kleine Junge, der rechts auf dem Bild zu sehen ist, steht 40 Jahre später wieder mit mir in Kollm am Start. 
 
Silvesterlauf 2025 
 
Zusammen mit Holger feierten wir diesen Moment und liefen beide gemeinsam ins Ziel.

Etwa 100 Starter hatten sich aufgemacht um in Kollm wieder an den Start zu gehen.