Dienstag, 18. August 2026

26. XTERRA O- See Challenge

Rennbericht von Manuel Schiller

 
Ich starte auf der Classic Distanz.
Das Wetter ist Bombe, man wartet in der Sonne auf den Aufruf zum Start. Endlich ist es soweit, noch wenige Minuten dann geht’s los. Der Start ist überraschend entspannt, keine Tritte oder Schläge. Bald ziehen die schnellen Schwimmer davon, ich bin irgendwo in der Mitte, komme aber gut voran.
Die 2 Runden sind schnell vorbei, ich wechsle aufs Rad. Mit über 2,5 min. Wechselzeit führe ich wenigsten in dieser Kategorie. Aber Socken und Handschuhe sind ein Muß.
Es dauert ein weinig bis ich meinen Rhythmus gefunden habe. Zu Beginn überholen mich 2-3 Fahrer, aber viel mehr nicht. Bergauf dann das übliche Spiel, ich überhole und behindere dann bei der Abfahrt. Naja, wenigsten musste ich nicht schieben.
Insgesamt war es eine sehr staubige Tour, die Trockenheit und Hitze hinterlässt Ihre Spuren.
Zurück in der Wechselzone geb ich mir Mühe meinen „Rekord“ nicht erneut zu überbieten. Ich stolpere auf die Laufstrecke. Im Training lief das flüssiger.
Jetzt fällt mir wieder auf, wie hügelig die ersten 2 km der Strecke sind. Es ist schwer in einen Rhythmus zu kommen, die kurzen, aber steilen Anstiege muss ich gehen. Die zweite Hälfte der Strecke ist dann wieder angenehmer.
Auf dem Weg zur 2. Runde stehe ich irritiert kurz vor dem Zielbogen. Ein Ordner ruft mir den Weg zu, ich habe den Abzweig zur 2. Runde verpasst und muss daher ein weiteres mal über die Stufen hoch und runter und begebe mich auf die 2. Runde.
Ich freue mich auf die Cola, Verpflegung gibt es genug. Ich freue mich, als der letzte gemeine Anstieg geschafft ist. Noch wenige Minuten, dann darf auch ich durch den Zielbogen rennen. Als 19. Gesamt, aber knapp 50 min. nach dem Sieger ist es geschafft. Kurz durch die Verpflegungsstände und dann baden gehen.


Montag, 17. August 2026

26. XTERRA O- SEE Challenge

O-SEE Cross-Triathlon – Wenn die Brille baden geht und die Beine streiken

Am 15. August verwandelte sich der Olbersdorfer See im Zittauer Gebirge wieder einmal ins Mekka der Cross-Triathlon-Fans. Wettkämpfe auf höchstem Niveau – und mittendrin Mario, der sich auf der Reduced-Strecke seit einigen Jahren besonders wohlfühlt.

0,75 Kilometer Schwimmen, anschließend 26 Kilometer Mountainbike mit rund 550 Höhenmetern und zum krönenden Abschluss 5,5 Kilometer Laufen über die Erdpyramide. Klingt eigentlich ganz entspannt. Zumindest auf dem Papier. 

Mit dabei übrigens auch Manuel Schiller, der sich auf der Classic Strecke eingeschrieben hatte. Für ihn lag die Messlatte natürlich etwas höher. 1,1 Kilometer schwimmen, 30 Kilometer MTB und 11 Kilometer laufen.

In diesem Jahr hatte Petrus offenbar beschlossen, den Athleten zusätzlich eine kleine Grillparty zu spendieren. Die Sonne brannte vom Himmel und kannte keinerlei Gnade.

Eine Stunde vor dem Start mussten alle Teilnehmer den Wechselgarten verlassen. Die wenigen Schattenplätze waren natürlich schneller vergeben als die besten Plätze im Biergarten. Also hieß es: ab in die Sonne und schwitzen – Warm-up erledigt! 

Dann kam der erste Schreck

Zehn Minuten vor dem Schwimmstart über die Sprint Distanz: Badekappe auf, Schwimmbrille bereit – und plötzlich machte es knack.

Der Steg meiner Brille zerbrach und ich hielt auf einmal zwei Einzelteile in der Hand. 

Noch acht Minuten bis zum Start. Perfekter Zeitpunkt für eine kleine Panikattacke.

Doch Andreas von den Helfern am Schwimmstart ließ mich nicht im Stich und organisierte kurzerhand Ersatz. Noch schnell die neue Brille aufgesetzt und ab ins Wasser. Mission „Nicht ohne Brille schwimmen“ erfolgreich abgeschlossen. 

 Zurück am MTB musste es dann schnell gehen. Sehr schnell.


Mit einer Wechselzeit von gerade einmal 50 Sekunden verließ ich den Wechselgarten – viertbeste Zeit im Starterfeld.

Da war ich offensichtlich noch frisch genug, um mich zu beeilen. 

Die 26 Kilometer durchs Zittauer Gebirge verliefen eigentlich recht harmlos. Allerdings hatte die anhaltende Trockenheit die Strecke in eine ziemlich staubige Angelegenheit verwandelt. Wer hinter mir fuhr, konnte sich vermutlich den Sonnenschutz sparen – der Staub übernahm das. 

An der letzten Verpflegungsstelle passierte mir dann allerdings ein kleiner taktischer Fehler: Ich verpasste es, mir eine neue Trinkflasche zu schnappen.

Keine gute Idee bei diesen Temperaturen.

Und dann kam der Lauf … 

Wasserstellen gab es zum Glück reichlich. Mein Körper hatte allerdings inzwischen einen anderen Plan.

Die zahlreichen Anstiege wurden plötzlich deutlich höher als sie auf der Streckenkarte ausgesehen hatten. 

Aber irgendwie ging es weiter. Schritt für Schritt, Meter für Meter – bis schließlich die O-SEE-Glocke in Sicht kam.

Nach 2:25:01 Stunden war es geschafft!

Platz 53 Gesamt und – was besonders zählt – Platz 1 in der AK 65! 

Fazit: Brille kaputt, Trinkflasche vergessen, Sonne ohne Erbarmen und die Beine irgendwann im Streik – aber am Ende trotzdem ganz oben auf dem Altersklassen-Treppchen.

Man könnte also sagen:

Perfekter Tag! Und die Brille? Die hat eben einfach schon nach dem Schwimmen Feierabend gemacht.

Für Manuel stoppte die Uhr im Ziel bei 3:20:05 Stunden was Platz 19 bedeutete und in der AK der 7. Platz.

Mit Sicherheit ist dieses Ergebnis deutlich höher zu bewerten, da Manuel der Grillparty etwas länger ausgesetzt war. 



Montag, 3. August 2026

EBM 100 Erzgebirgs-Bike-Marathon

Zwei Männer, zwei Räder und jede Menge Erzgebirge

Der SCOTT Erzgebirgs-Bike-Marathon – der älteste Mountainbike-Marathon Deutschlands. Zum mittlerweile 34. Mal trafen sich hier Menschen, die offenbar der Meinung sind, dass ein gemütlicher Sonntag auf der Couch völlig überbewertet wird.

Austragungsort ist ein beschauliches Dörfchen mit rund 2.000 Einwohnern, weltbekannt für seine Volkskunsttradition und idyllisch gelegen im Erzgebirge, ungefähr eine Autostunde von Chemnitz und Dresden entfernt – direkt an der Grenze zu Tschechien. Eine wunderschöne Gegend also. Perfekt, um sich freiwillig 40 oder 70 Kilometer über Stock und Stein zu quälen.

Auch aus unserem Team fanden sich wieder zwei besonders mutige – oder leichtsinnige – Starter auf der Teilnehmerliste: Kohle und Andre.

Beide wussten ziemlich genau, was auf sie zukommt. Schließlich hatten sie bereits unter anderen Bedingungen an gleicher Stelle Bekanntschaft mit den Bergen gemacht. 

Am Tag vor dem Rennen hatte Petrus noch ordentlich den Wasserhahn aufgedreht. Zum Glück hielt sich der Regen anschließend zurück, sodass die Strecke erstaunlich gut abgetrocknet war. Nur an wenigen Stellen war der Boden noch aufgeweicht. Also perfekte Bedingungen – zumindest für diejenigen, die Matsch mögen, gerne putzen oder einfach grundsätzlich keine sauberen Fahrräder besitzen.

Kohle hatte sich für die große 70-Kilometer-Runde entschieden. Offenbar war ihm die normale Wochenendbeschäftigung zu langweilig. Nach 4:18:02 Stunden erreichte er das Ziel und belegte damit einen respektablen 97. Platz im Gesamtklassement. In seiner Altersklasse reichte es sogar für einen starken 14. Platz.

70 Kilometer Erzgebirge – da kann man schon mal stolz sein. Oder zumindest froh, dass das Fahrrad noch alle Teile besitzt.

 

Andre ging es etwas gemütlicher an – zumindest auf dem Papier. Er startete über den „kleinen Kanten“ mit 40 Kilometern. Nach 2:15:54 Stunden war auch für ihn die Bergprüfung beendet. Im Gesamtklassement landete er auf Platz 101, in seiner Altersklasse auf einem guten 18. Platz.

Damit haben beide eindrucksvoll bewiesen: Man muss nicht unbedingt den längsten Kanten fahren, um sich hinterher zu fragen, warum man sich das eigentlich angetan hat.

Am Ende zählen aber nicht nur Platzierungen und Zeiten, sondern vor allem der Spaß, die Herausforderung und die Tatsache, dass beide wieder heil im Ziel angekommen sind.

Und so bleibt eigentlich nur festzuhalten: Zwei Starter, zwei Strecken, jede Menge Höhenmeter – und hoffentlich beim nächsten Mal wieder genauso viel Motivation, sich freiwillig den Erzgebirgs-Bergen auszusetzen.


Mittwoch, 29. Juli 2026

Kamm Bike Cross in Johanngeorgenstadt

Das Rennen gehörte zur MTB-Sachsen-Cup-Serie – also kein Ort für gemütliche Samstagsradler.

110 Starter standen bei bestem Wetter an der Startlinie und hatten alle dieselbe Mission: 30 Kilometer in zwei Runden überleben... äh, absolvieren.

Die 15-Kilometer-Runde war technisch zwar kein Hexenwerk, dafür aber so abwechslungsreich, dass garantiert keine Langeweile aufkam. 

 Grobes Geröll sorgte dafür, dass das MTB regelmäßig der Meinung war, es wüsste den besseren Weg. 

Die zwei Wasserdurchfahrten hätten fast für nasse Füße gesorgt – zum Glück hatte der Bach offenbar auch keine Lust auf Höchstleistung.

Auf den schmalen Wurzeltrails war volle Konzentration gefragt. Ein kurzer Blick in die Landschaft hätte direkt Bekanntschaft mit dem Waldboden bedeutet. Dafür durfte man auf den asphaltierten Abfahrten mit über 50 km/h zwischen den Bäumen hindurchfliegen – immer in der Hoffnung, dass die Bäume ihre Position beibehalten.

Und als wäre das alles noch nicht genug, warteten pro Runde drei Anstiege mit jeweils über zwei Kilometern Länge. Spätestens dort meldeten sich die Beine freiwillig zum Streik, während die Lunge ernsthaft über eine Kündigung nachdachte.

Großes Lob auch an den Veranstalter. Fotos von der Veranstaltung wurden schon am gleichen Tag zur Verfügung gestellt.

Ausbeute an diesem Tag: Platz 4 mit 1:36:02 in der Klasse Master 4 

 

Samstag, 18. Juli 2026

2much4you

 

Vom 11-12.07.2026 war es endlich wieder so weit. Mit einer 6er Mannschaft haben Ronny, Thomas, Markus, Daniel, Dennis und Andre das Triathlon Team Niederschlesien beim 24 Stundenrennen

 2much4you …. but not 4me

im Zittauer Gebirge vertreten. Der Wettkampf verging bei Festivalstimmung.

Da hat alles gepasst vom Wetter bis zum Spaß.

Nächstes Jahr bitte mehr.

 

 

 
Andre im Einsatz in der Chirurgenrinne

Markus sein Einsatz am selben Ort nur etwas später
 
Ronny hat auch ohne Licht in dem Abschnitt den Überblick behalten
 
Daniel hat sein Einatz für den RSV Bautzen geleistet
 
Dennis- der Jüngste im Team
 
Thomas ist für den RSV Niesky an den Start gegangen


 

Andre Horter

Sonntag, 14. Juni 2026

27. Malevil Cup 2026- Halma spielen kann jeder

Dreckswetter- Schlamm und brutale Bedingungen

Mit diesen Worten ist alles gesagt. Der 27. Malevil Cup 2026 wird sich in unser Gedächtnis brennen.

Schon am Start über den 50 KM Kanten öffnete Petrus seine Schleusen und gab ein regelrechtes Feuerwerk in Form von Wasser ab.

Mit 14° Grad war es dazu auch noch sehr frisch. Zum Glück ging es pünktlich los und schon bald stellte es die Brillenträger vor mächtige Probleme. Der Dreck der durch die Luft gewirbelt wurde als sich das Feld im Gelände bewegte, war enorm. Auch für die Leute, die auf eine Brille verzichtet haben, wurde es kompliziert.

Aber wie sagte ein Teilnehmer unterwegs, irgend ein Tod sterben wir heute alle.

 Einmal hier drin wurdest du wie eine Flipperkugel hin und her geschleudert.

Zum Glück sah es heute nicht überall so aus wie auf dem Foto, aber diese Abschnitte hatten es in sich.

 Kohle stellte hier mal, stellvertretend für alle, seinen Hintern zur Verfügung.

Das Wetter besserte sich als wir in Richtung Kristyna See unterwegs waren und der eine oder andere Fahrer konnte sich seine Regenjacke entledigen.

Jetzt wurde es auf manchen Abschnitten richtig gemütlich und die Strecke begann etwas abzutrocknen. Leider hielt dieser Zustand nicht lange an und etwa 5 Km vor dem Ziel sollten wir noch einmal richtig eingeweicht werden. 

 Der Trinkgenuss hielt sich mit solchen mitgeführten Flaschen in grenzen. Zum Glück gab es aber 2 Verpflegungsstelle wo es saubere Becher gab.

Heute hatte die Defekthexe um uns einen großen Bogen gemacht und "Kohle" war mächtig stolz, dass er mit diesen Bedingungen sehr gut zurecht kam. Steffen landete im Ziel mit einer Zeit von 2:56:45 was in der AK 50 Platz 14 bedeutete. Mario wurde in der gleichen AK mit einer Zeit von 3:09:25 auf Platz 23 gewertet. Immerhin war diese AK 50 mit 72 Finishern die mit den meisten Startern.


Montag, 8. Juni 2026

21. Europamarathon in Görlitz

 

Richard war an diesem Sonntag unser einziges Eisen im Feuer. Kaum Trainingskilometer in den Beinen, entfaltete er trotzdem sein Potenzial und ging am Ende der 10 Km als 11. über die Ziellinie. Ganz beachtlich, da an diesem Rennen immerhin 528 Starter auf der Strecke waren. 

Mit einer Zeit von 41:49 Minuten sicherte er sich außerdem den Sieg in der AK 35 

In seinem Windschatten hatte er auf der gesamten Strecke Jens Weickert dabei. Den Abstand von 8 Sekunden konnte Jens aber nie zulaufen und wurde im Ziel als 12. gewertet. Kleiner Trost für ihn, er sicherte sich den Sieg in seiner AK 50. 

 

 

Jens hatte im Frühjahr sehr lange wegen einer Verletzung pausieren müsse, um so erstaunlich war es, dass er hier mit einer Zeit von 41:57 Minuten ins Ziel kam.

 

Glückwunsch!!!